Berlin - 90 Cent für die Frühstücksbrötchen, 1,10 Euro für die
Tageszeitung am Kiosk: Noch kramen die Deutschen für solche Beträge ihr
Kleingeld aus dem Geldbeutel. Doch das könnte sich schon bald ändern.
Denn künftig sollen sie kleinere Einkäufe ganz schnell mit Karte zahlen
können. Die Verbraucher halten an der Kasse einfach ihre Giro- oder
Kreditkarte vor ein Lesegerät und fertig – ganz ohne die Geheimzahl
einzugeben oder die Quittung unterschreiben zu müssen. Kontaktloses
Zahlen nennt sich das.
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SCHNÜFFELCHIPS | |
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| Kontaktlose Karten mit Funk - Chips (RFID, NFC etc.). Hier gibt´s alle Neuigkeiten dazu. | ||
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Artikelsammlungen zu Kontaktlosen Karten (RFID)
Tuesday, January 24, 2012
Saturday, January 14, 2012
WDR, Sendung Markt: Kleidungsstücke mit RFID-Schnüffelchips verwanzt (Montag, 16.1.2012, 21.00 Uhr - 21.45 Uhr, WDR FERNSEHEN)
Mit einer spektakulären Aktion vor dem
Gerry-Weber-Store in Bielefeld weist der FoeBuD auf die unsichtbare
Gefahr hin. Sendung MARKT (WDR-Fernsehen) berichtet
"Die FoeBuDs" finden einen versteckten
RFID-Schnüffelchip in der Jacke einer Passantin | Foto: Veit Mette |
Weiteres Fotomaterial findet sich unter "Links" weiter unten auf dieser
Seite | Fotos sind zum Abdruck|Abbildung frei gegeben | cc-by-sa
Die Firma Gerry Weber geht mit schlechtem Beispiel voran: Seit einiger Zeit sind RFID-Schnüffelchips in alle Kleidungsstücke der Firma eingenäht. Der Chip verbirgt sich im Textilpflegeetikett und kann auf eine Entfernung von acht Metern poer Funk ausgelesen werden. Was zur Optimierung der Logistik gedacht ist, wird zur Gefahr für Kundinnen und Kunden, wenn es in der Kleidung bleibt: Wo immer ein entsprechendes Lesegerät angebracht ist, werden - unbemerkbar - die Daten der Chips ausgelesen - und wiedererkannt.
Aktion vor dem "Gerry-Weber-Store" Bielefeld
Das machte der FoeBuD bei einer spektakulären Aktion deutlich: Die Aktiven lasen mittels eines handelsüblichen Lesegerätes die versteckten Chips in der Kleidung von Gerry-Weber-Kundinnen aus und projizierten die Inhalte für alle lesbar auf eine überdimensionale Sprechblase. Viele Passantinnen und Passanten fragten neugierig nach und wurden von den FoeBuD-Aktiven über RFID in Kleidung aufgeklärt.Überraschte Passantin
Eine vorübergehende Passantin mit einer Jacke der Modemarke Peuterey wurde ebenfalls von dem Lesegerät erfaßt. Sie war entsetzt, dass ihre vor über einem Jahr gekaufte Jacke mit einem Schnüffelchip verwanzt ist. Bisher hatte sie niemand darüber aufgeklärt. Mit der im Chip vorhandenen Produkt- und Seriennummer ist sie jederzeit von jedem Lesegerät wiedererkennbar. Ihrem verständlichen Unmut darüber artikulierte sie direkt vor laufender Kamera. Peuterey bekam für diesen Umgang mit Schnüffelchips bereits im April 2011 einen BigBrotherAward.Uninformiert und uneinsichtig
Der herbei geeilte Firmenchef Gerhard Weber zeigte sich wenig informiert über die Risiken und Nebenwirkungen für Kundinnen und Kunden, die seine Kleidung kaufen sollen.Forderungen
Der FoeBuD fordert erstens, sämtliche Funketiketten an der Kasse oder vor dem Versand physikalisch zu entfernen und zweitens eine entsprechende verpflichtende Gesetzgebung auf EU-Ebene.Beitrag in der Sendung MARKT
Die ARD-Sendung "Markt" sendet zum Thema RFID-Chips in Textilien einen Beitrag, der bei der Aktion vor Ort, beim FoeBuD e.V., Gerry Weber und weiteren Orten gedreht wurde. Angekündigt ist der Beitrag fürMontags, 16.1.2012, 21.00 Uhr - 21.45 Uhr, WDR FERNSEHEN
(Wiederholung: Mittwoch 18.1.2012, 14.15 Uhr - 15.00 Uhr)
Quelle: foebud.org
Thursday, January 12, 2012
RFID - Die intelligenten Schnüffelchips
Sie zückt ihr Handy, peilt das erstbeste Werbeplakat solch eines Anbieters an und schon werden nähere Informationen auf ihr Handy geladen sowie ein individuelles Angebot erstellt.
Als sie fast bei ihrem Mann im Büro angekommen ist, piepst sein Handy als Warnung, dass seine Frau in wenigen Minuten bei ihm sein wird. Schnell schickt er seine Sekretärin weg und zieht sich an. Die Mittagspause verbringen Laura und ihr Mann in einem Restaurant in der Nähe. Dort überprüfen sie das ihnen servierte Essen auf Frische und Qualität via Handy und Scantechnologie. Der Sicherheit wegen!
Nach dem Essen muss ihr Mann wieder zur Arbeit. Laura beschließt noch ein wenig im Park spazieren zu gehen. Danach setzt sie sich ins Gras, um die Sonne zu genießen. Plötzlich klingelt ihr Handy. Am anderen Ende der Leitung ertönt eine Automatenstimme die ihr mitteilt, dass es verboten ist, sich ins Gras zu setzen. Sie sieht auf und blickt direkt in eine Kamera, die in der Baumkrone hängt. Der Sicherheit wegen!
Am Nachmittag möchte Laura Calvin von der Schule abholen. Durch einen Blick auf ihr Handy und das Drücken zweier Tasten sieht sie, dass Calvin schon im Bus am anderen Ende der Stadt auf dem Weg zu einem Freund ist.
Ihr Handy piepst. Es ist eine Nachricht vom Fundbüro. Beim Einkaufen am Vormittag hat sie ihre Jacke liegen lassen. Via RFID-Chip konnte ihr die Jacke zugeordnet werden. Auf dem Weg zum Fundbüro beeilt sie sich ein wenig, da es bald schließt. Plötzlich bremst sie abrupt ab. Sie hat ganz vergessen, dass sich seit einiger Zeit ein Chip im Auto befindet, der ihr Verkehrsverhalten an die Kfz-Versicherung und an die Polizei weitergibt. Sofern sie zu schnell oder risikoreich fährt, wird dies registriert und sie bekommt einen Strafzettel oder eine Kfz-Steuer-Erhöhung. Der Sicherheit wegen!
Quelle: mind-magazin.de
Saturday, January 7, 2012
Per Funk einkaufen
Neue
Chance für das unbeliebte Zahlungsmittel in Deutschland: Die Sparkassen
rüsten ihre Geldkarten mit einem NFC-Funkchip nach. Werden die Kunden
dieser Technik trauen?
von Torsten Kleinz
Hoffnung der Sparkassen: Kürzere Kassenschlangen dank NFC-Chip.
Bild:
dpa
Tägliches Mini-Drama an deutschen
Supermarkt-Kassen: Eine Packung Kaugummi und zwei Bananen landen auf dem
Kassenband. Beim Bezahlen warten Schlange und Kassierer bis der Kunde
seine EC-Karte richtig in das Lesegerät gesteckt hat, warten bis die
Geheimnummer eingegeben werden kann, warten auf die Autorisierung,
warten auf den Belegausdruck. Die Zeit bleibt stehen.
Das könnte nach den Visionen des Deutschen
Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) bald der Vergangenheit angehören.
Im Januar hat er eine Initiative angekündigt, um den Zahlungsmarkt zu
verändern: Noch bis April sollen 1,2 Millionen Geldkarten mit einem
neuen Funkchip nach dem NFC-Standard (Near Field Communication)
ausgestattet werden und so das berührungslose Bezahlen in Deutschland
einführen. Statt eine Karte in ein Lesegerät einzuführen, wird sie nur
kurz an das Kassenterminal gehalten.
Die NFC-Technik gilt als Zukunft des Bezahlens. Mit dem
verschlüsselten Nahbereichsfunk ist es unnötig, Kontenkarten in einen
Chipleser einzuführen oder eine Unterschrift zu hinterlassen. Man hält
nur die Karte an ein Lesegerät und das Geld wir automatisch abgebucht.
Maximal 20 Euro pro Einkauf
Die Nachteile des alten Geldchips bleiben aber erhalten: Um bezahlen zu
können, muss vorher Geld vom Konto auf den Chip gebucht werden. Maximal
lassen sich aber nur 200 Euro transferieren. Neu hinzu kommt, dass mit
dem neuen Funkverfahren pro Bezahlvorgang nicht mehr als 20 Euro
abgebucht werden können und damit für einen normalen Familieneinkauf
nicht in Frage kommt. Verliert man die Geldkarte, ist das Geld auch weg.
Die Kunden müssen also entscheiden: Zeitersparnis oder Sicherheit?
Schon 1996 sollte die Geldkarte als
Zahlungsmittel und Kleingeldersatz erfolgreich eingeführt werden, doch
bis heute führt sie nur ein Nischendasein. Selbst die 2007 verordnete
Kartenpflicht am Zigarettenautomaten sorgte nicht dafür, dass die
Deutschen die Kontokarte in Ihrer Brieftasche als praktische Alternative
zum Bargeld akzeptierten. Nach einem kurzen Anfangshoch sanken die
Umsätze und Bezahlungen mit dem Chip-Geld konstant. Auch Händler mit
Geldkarten-Terminals gibt es kaum noch.
Google-Lösung mit mehr Vorteilen
Die deutschen Sparkassen sind nicht die ersten, die auf die
NFC-Technik setzen. So hat schon Google mit seinem Bezahldienst Wallet
für Furore gesorgt, der ebenfalls auf NFC-Technik basiert. Der
Internet-Konzern will damit sein Mobil-Betriebssystem Android zu einer
neuen Milliarden-Einnahmequelle machen.
Denn für jede Zahlung werden Gebühren fällig.
Ein paar Euro für den Händler, ein paar Cent für den
Zahlungsdienstleister. Aus Milliarden Bezahlvorgängen werden so schnell
Millioneneinnahmen. Doch bevor Google damit auf den deutschen Markt
kommt, wird noch einige Zeit vergehen. Und auch Mastercard und VISA sind
bereits am Experimentieren.
Zeitlich gesehen sind die Sparkassen also
im Vorteil – sie wollen ab diesem Jahr 45 Millionen Kontokarten nach und
nach mit dem NFC-Chip ausrüsten und so eine kritische Masse an
zahlungsfähiger Kundschaft herstellen. Doch es gibt einen großen
Nachteil gegenüber der Smartphone-Lösung von Google und der klasischen
Kartenzahlung: Die Geldkarte hat kein Display und keine Knöpfe.
Damit ist dem Kunden ganz die Kontrolle
entzogen, wer wann wie viel Geld abbucht, schließlich kann er die
Zahlung nicht bestätigen. Man muss drauf vertrauen, dass die Betreiber
des Systems ein Verschlüsselungssystem gewählt haben, das nur schwer zu
knacken ist. Bei der Google-Lösung kann der Kunde die Zahlung immerhin
per Handy-Display bestätigen.
Um möglichst viele Händler von dem System
zu überzeugen, hat der DSGV ein attraktives Kostenmodell vorgestellt.
Für Beträge bis fünf Euro bezahlt der Händler einen Cent, bis 10 Euro
zwei Cent und bis 20 Euro drei Cent.
Gleichzeitig preist der DSGV die Geldkarte als
Multifunktions-Ausweis an. So können Studenten in Dortmund mit NFC
bereits in der Mensa bezahlen und die Karte parallel als
Bibliotheksausweis benutzen. Technisch ist das kein Problem – die Chips
können unterschiedlichste Programme verarbeiten. Doch am Ende
entscheiden die Kunden.
Quelle: taz
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